Wie alles begann...
- judithhanel
- 9. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Tatsächlich kann ich mich kaum noch daran erinnern, wie alles begann. Und damit meine ich eigentlich wie ich begonnen habe zu schwimmen. Irgendwie war Wasser schon immer Teil von meinem Leben. Schon als Baby haben mich meine Eltern mit an unseren heimischen "Kalksee" in Woltersdorf/Rüdersdorf genommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals Angst vor Wasser hatte.

In meiner Erinnerung hat mein Vater mir das Schwimmen beigebracht und so konnte ich schon schwimmen, bevor ich das Schulalter erreicht hatte. Selbst einen "Köpfer" konnte ich dann schon - nach einigen Bauchklatscher-Versuchen.

"Judith, komm endlich raus aus dem Wasser!", war eigentlich immer der Standard-Satz meiner Eltern, wenn wir am Strand waren. Ich war wohl der Inbegriff einer "Wasserratte". Ich mochte von Anfang an das Gleiten unter Wasser. Die Stille und die Schwerelosigkeit: "Die Raumfahrt des kleinen Mannes".
Ein weiteres Highlight war es, wenn ich mit Papa zur Insel in der Mitte des Werlsees schwimmen konnte. Vielleicht zeichnete sich schon da eine Langstreckenschwimmerin ab? Noch heute brauche ich nur in die Nähe eines Sees zu kommen und fühle mich durch den ganz typischen Geruch sofort in meine Kindheit zurückversetzt.
Viel viel später entdeckte ich das Schwimmen wieder für mich. Ich wohnte zum ersten Mal im Ausland: In Schweden, in der beschaulichen Kleinstadt Växjö. Blicke ich auf mien Leben zurück, kann ich sagen: Jedes Mal, wenn ich an einen neuen Ort zog, suchte ich zuerste eine Kirche und dann eine Schwimmhalle.
In Helsinki schwamm ich regelmäßig in der "Yrjönkadun uimahalli". Da ich nicht weiß, ob ich Bildrechte verletze, müsst ihr Euren Suchdienst befragen, um Bilder zu sehen. Sie sieht aus wie ein altes griechisches Bad, mit Säulen und gefühlt sehr alt. Es gab Männer- und Frauenbadetage, da mann dort auch nackt schwimen durfte. Man glaubt gar nicht, wie viel freier man sich fühlt ohne die behindernden Badeklamotten. :-D
Eine weitere besondere Schwimmhalle war die auf unserem Campus der "Beiwai" in Peking, China.

Sie war riesengroß und es gab ein Extrabecken mit tiefem Waser, wo man nicht stehen konnte.

Dort durften nur Schwimmer hin, die vorher eine Prüfung absolviert hatten. Man bekam eine Art "Führerschein" und musste diesen vorzeigen, wenn man dort schwimmen wollte. Als ich die kaum zu bewältigenden Aufgaben (1 Minute auf der Stelle schwimmen, 100m Bahnenschwimmen) absolviert hatte, bekam ich tatsächlich diesen wunderschönen Schein, den ich bis heute aufhebe - schließlich hart erkämpft.
Das ist ja alles schön und gut, aber wie und wann kommt denn nun der Ärmelkanal ins Spiel?, wird sich der ein oder andere fragen. Das lest ihr im nächsten Blogeintrag. Viel Spaß!




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