

Daten & Fakten
Wer? Was? Wie lange? Hier werden ein paar wichtige Stichpunkte genannt, die vielleicht einige Fragen beantworten, was ich vorhabe:
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Strecke 32,31 km von Dover (Großbritannien) nach Calais (Frankreich)
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Tatsächliche Strecke liegt bei ca. 50 km, da die Strömung, Wetter und Gezeiten kein schnurgerades Schwimmen erlauben
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Wassertemperatur im Sommer: 17–20 °C
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Jährlich ca. 100 Versuche, den Ärmelkanal zu durchqueren
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Bisher haben es 1217 Schwimmer geschafft (Stand: 2011)
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Rekordhalter: Andreas Waschburger (Deutschland) 6h45min
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Erste Frau: Gertrude Erderle (USA) am 6. 8. 1926 mit 14h39min
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37 % der Schwimmer sind weiblich
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10 Schwimmer sind tödlich verunglückt (meist durch Unterkühlung)
Spannend für mich war aber auch die lange Zeit. Würde ich es schaffen, 4 Jahre lang auf eine einzige Sache hinzuarbeiten? Würde ich das durchhalten? Was macht es mit mir als Mensch? Mit meinem Körper? Doch die Idee saß fest und konnte nicht mehr aus meinem Kopf gelöscht werden. Da war es wieder, das quirlige, neugierige und verrückte Mädchen.

Mein Projekt
Alles fing 2024 an. Nein, stimmt nicht. Eigentlich schon 2018. Obwohl … eigentlich stimmt das ja auch nicht. Vielleicht schon 1988? Die Freude für das Schwimmen scheint mir schon in die Wiege oder ins Fruchtwasser gelegt worden zu sein. Schon bevor ich zur Schule ging, brachte mir mein Vati an einem unserer schönen Seen das Schwimmen bei. Von da an wuchsen die Schwimmhäute zwischen meinen Zehen und Fingern genauso schnell wie meine Fingernägel.

Ich war viel im Ausland und suchte als Erstes immer zwei Orte auf: zuerst eine Kirche und gleich danach eine Schwimmhalle. Ich bin immer unheimlich gerne geschwommen. Zum Beispiel in Helsinki, in der wunderschönen alten „Yrjönkadun uimahalli“
Auch in Peking schwamm ich, nachdem ich einen „Schwimmführerschein“ für tiefes Wasser absolviert hatte, in der großen Schwimmhalle des Campuses. Aber am liebsten schwamm ich immer schon in offenem Gewässer. Schon recht früh als Kind, liebte ich es auf die andere Seite des Sees zu schwimmen oder bis zur Insel in der Mitte des Sees. So kam es irgendwann, dass ich mich zum Triathlon in Erkner anmeldete. Heute ein Riesenevent, 2018 noch relativ unbekannt. Ich startete nur in der Sprintdistanz, das heißt: 800 m Schwimmen. 30 km Radeln, 4 km Laufen. Ich bereitete mich ein Jahr darauf vor. Und war stolz, als ich es geschafft hatte. Das blieb mir im Gedächtnis.

Jahre später, um genau zu sein, 6 Jahre später, überlegte ich, was ich an meinem 40. Geburtstag machen könnte. Warum nicht mal eine Herausforderung annehmen? Triathlon war ja schön, aber das Laufen gefiel mir nicht. Schwimmen ist doch mein Ding. Dummerweise bekam ich zeitgleich ein Buch in die Hand, in dem von einer Frau berichtet wurde, die über dem Ärmelkanal schwamm. Erst dachte ich nur: Boah krass! Das würdest Du nie schaffen.
Aber ich glaube ganz fest daran, dass es derselbe „jemand“ war, der mich auch nach Thüringen gerufen hat, der in mir die Idee reifen ließ, ich könnte das auch schaffen. Und so nahm ich das Projekt in Angriff. Schnell war für mich klar, dass, wenn Gott mir diese Idee in den Kopf gesetzt hat, ich nicht nur für mich alleine schwimmen will. Seit vielen Jahren unterstütze ich finanziell und durch Gebet Open Doors, die sich überkonfessionell für verfolgte Christen weltweit einsetzen und starkmachen. Für diese Organisation will ich Spenden sammeln durch dieses Schwimmen.
Besonders herausfordernd an der Sache ist: Wie macht man aus einer Freizeitschwimmerin eine Leistungsschwimmerin, die 32 km in kaltem Wasser über einen Zeitraum von ca. 18h schwimmen soll? Dafür benötigte ich Hilfe, und die fand ich ziemlich schnell an ganz unterschiedlichen Orten. (Mehr dazu im Blog.)